Tagebuch
















Tag3: Do. 02.04.09//

Gestern haben Manu und Christoph während der Bassaufnahmen schon alles für die heutigen Gitarrenaufnahmen vorbereitet und die Verstärker und Boxen aufgebaut, damit wir heute direkt loslegen können. Tobi hat extra noch einen eigenen Verstärker und eine Box mitgebracht, damit wir bei den Gitarrensounds noch ein wenig variieren können. Das ganze läuft dann noch durch einen so genannten „Powersoak“, um unsere Ohren nicht zu ruinieren.

Amps

Selbst bei unseren nur zwei Tage dauernden Aufnahmen haben wir wieder mal zu spüren bekommen, wie sich bei uns langsam aber sicher eine Art Lethargie einschleicht, wenn man selber nicht gerade einspielt. Während am Anfang alle noch wie gebannt vor dem Schwarz-Weiß-TV (wir berichteten) sitzen und beobachten, was im Aufnahmeraum vor sich geht, hat später jeder seine eigene Methode, mit den vielen Leerzeiten umzugehen. Christoph verdrückt eine Packung Kekse nach der anderen, Manu hält gerne einmal ein Schläfchen in der Regie, Jens steigert seinen Kaffeekonsum ins unermessliche und Steffen bemüht sich, dem Sofa, die Sitzform seines Hinterns anzupassen. Irgendwann werden neue Spitznamen erfunden und sich gegenseitig ordentlich aufs Korn genommen. Das läuft dann ungefähr so ab: Manu spielt Gitarren zu einem Song ein, kommt aus dem Aufnahmeraum heraus, sieht wie Steffen auf dem Sofa rumgammelt und sagt nur: „Der Lachs... der hat heute noch NICHTS sinnvolles gemacht!“, woraufhin dann mit einem rhetorisch spitzfindigem und wohlüberlegtem „selber!“ gekontert wird.

Chris

Zwischen dem ganzen verbalen Unfug, den wir so verzapfen, schaffen wir es aber dennoch, eine ganze Menge Gitarren einzuspielen, darunter sogar ein paar Akustikgitarren. Wir lernen die Einspielsocke kennen, den neustem Schrei unter dem Studiotools (Festplattenrecording und der ganze andere Technik-Schnickschnack kann einpacken dagegen). Zwischendrin gibt es wieder eine Mittagspause, um wenigstens ein bisschen von der Sonne zu genießen, da wir uns ja die meiste Zeit des Tages im Tonstudio im Keller aufhalten.

Nachdem wir mit dem wichtigen Teil des Tages fertig waren, erfreuen wir uns mit Sven noch über die aktuelle Technik, die es binnen kürzester Zeit ermöglicht, unseren Songs ein komplett neues Outfit zu verleihen. Yo, Digger. Tighter scheiß: ab jetzt Dr. Technobillard? Da wir unsere Instrumente kommende Woche nicht mehr brauchen, weil lediglich Gesangsaufnahmen anstehen, ramschen wir unser viel zu Sperriges Equipment in die viel zu kleinen Autos und begeben uns gegen 21.00 Uhr Richtung Heimweg. Bis nächsten Freitag,
Euro Studiotaschen: Christoph, Jens, Steffen und Manu.

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